H O M E     ·     B I O G R A P H I E     ·     M U S I K     ·     T E R M I N E     ·     M E D I A     ·     K O N T A K T
 

 

 

 

H Ö R B E I S P I E L E

R E P E R T O I R E

P R O J E K T E

P R E S S E Z I T A T E

L I N K S

D O W N L O A D

 

 

B I O G R A P H I E

Borota & Knebel Die Faszination für die unbegrenzten Möglichkeiten des vierhändigen Klavierspiels führte 1990 an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen die Serbisch stämmige Pianistin Ljiljana Borota und den in Stuttgart geborenen Pianisten Christian Knebel zusammen, die ein Duo formten, das sich schwerpunktmäßig mit unedierten und wenig bekannten Werken namhafter Meister des 19. und 20. Jahrhunderts beschäftigt. Hier wurden dank Borota & Knebel historisch einmalige Fundstücke für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt das Duo von seinen Lehrern Arbo Valdma (Novi Sad/Belgrad/Köln), Boris Lvov (Trossingen, Moskau), Friedemann Rieger (Reutlingen), Johan van Beek (Trossingen), außerdem Kurse bei Viktor Merzhanov, Jean-Marie Darrée, Vitalij Margulis, Hartmut Höll, Jürgen Uhde, Jozef de Beenhouwer, Leonard Hokanson, Ulrich Schnabel und Bruno Canino.

Uraufführungen, CDs und TourneenBorota & Knebel

Besonderes Anliegen der Pianisten Ljiljana Borota und Christian Knebel war das Mitwirken bei „Musik der Jahrhunderte“ unter dem Dirigenten Manfred Schreier. Zahlreiche Uraufführungen (z.B. mit Tabea Zimmermann) zeitgenössischer Musik beinhalteten diese rege Konzerttätigkeit. Es entstanden zahlreiche Rundfunk- und CD-Einspielungen, die sogar in Japan Anklang fanden. Tourneen durch Deutschland, Osteuropa und Lateinamerika gehören zu den wichtigsten Konzertterminen. Die erste gemeinsame CD-Einspielung im Jahre 1996 war vierhändiger französischer Klaviermusik aus „Le Groupe des Six“ gewidmet. Die CD „Le Boeuf sur le Toit“ enthält neben Werken jedes Mitgliedes auch die Ersteinspielung der „Pastorale d’été“ von Arthur Honegger.

Der Kreis um Robert Schumann führte das Duo Borota & Knebel zu Ludwig Schuncke (1810-1834), Schumanns Jugendfreund, dessen sämtliche teilweise unveröffentlichte vierhändige Werke in einer Ersteinspielung in Zusammenarbeit mit dem SWR auf der CD „Musik aus Stuttgart“ eingespielt wurden. Der Kreis um Brahms lenkte das Augenmerk des Klavierduos zu Adolf Jensen (1837 – 1879). Hier entstand eine Ersteinspielung der „Abendmusik“ op. 59 ebenfalls beim SWR. Veröffentlicht wurde sie unter dem Titel „Musik aus Baden-Baden“.

Borota & Knebel kam mit befreundeten Pianisten zusammen und gründete zwei Ensembles für mehrere Klaviere, zum einen das „Baynov-Piano-Ensemble“, zum anderen das Ensemble „piano4te“ mit Eriko Takezawa und Christoph Sischka. Der multiple Klavierklang mehrerer Flügel gibt eine völlig neue Hörerfahrung preis. Die erste CD-Einspielung im Jahre 1991 bei „Ars Produktion“ hieß „up to 8 pianos“. Es folgten 1993 die beiden konzertanten Quartette von Carl Czerny für 4 Klaviere. Die eindrucksvollste Entfaltung fand der reiche Klang von vier Flügeln im Zusammenspiel mit Perkussionsinstrumenten. Daraus entstand 1995 die CD pianos & percussion. Wichtigstes Werk daraus ist „ballet mécanique“ von George Antheil für 4 Klaviere, 10 Schlagzeuger und 2 Flugzeugpropeller.
2002 kam „Merry Christmas“ mit „piano4te“ heraus, eine reizvolle Zusammenstellung von 6-händigen Klavierarrangements internationaler Weihnachtsmusik.

Multimediale Arbeiten

Borota & Knebel Seine Vorliebe für Improvisation und Multimedia führte Borota und Knebel dazu, Konzertprogramme traditionell und multimedial zu mischen. Daraus resultiert ein ungeahntes Adaptionserlebnis beim Zuhörer. Seine Musik-Collage „music in space“ für Klavier solo, zu 4- und 6 Händen, Sound und Videoprojektion wurde bislang in Deutschland, Italien, Serbien und Polen erfolgreich aufgeführt. Die melodramatische Arbeit an Mendelssohns Sommernachtstraum in der Originalfassung für Klavier zu vier Händen und Schauspiel führte Borota & Knebel mit dem Schauspieler Markus Löchner zusammen. Mit ihm wurde 2006 in Pforzheim das Ensemble „geFLÜGELte WORTe“ gegründet. Bislang sind drei melodramatische Programme für Schauspieler und Klavierduo entstanden. Besonders erfolgreich wurde die eigene Version des „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint- Exupéry.

Zusammen mit dem Musikwissenschaftler Joachim Draheim bekamen Ljiljana Borota und Christian Knebel 2008 den Auftrag, für den Verlag „Wiener Urtext Edition“ den zweiten Band der praxisgerechte Urtext-Ausgabe der vierhändigen Werke Robert Schumanns mit Fingersätzen und Hinweisen zur Interpretation anzufertigen. Diese Ausgabe enthält zusätzlich zu den bekannten Werken Schumanns Neuveröffentlichungen. Zum Beispiel die Fantasiestücke op. 73 für Klarinette und Klavier in der Fassung für Klavier zu vier Händen. Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt im Jahre 2011 bekam das Klavierduo Borota & Knebel den Auftrag, „La Notte“ in der bislang unedierten Fassung für Klavier zu vier Händen des großen Komponisten erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen.

Zum 125. Geburtstag von Wilhelm Furtwängler wurden 2011 erstmals aus den Manuskripten des jungen Komponisten und später weltberühmten Dirigenten von Borota & Knebel vierhändige und solistische Werke beim Schwarzwald Musikfestival 2011 uraufgeführt. Zu Gustav Mahlers 100. Todesjahr wurde konzertant in der Fassung für Klavier zu vier Händen und Sopran „Das himmlische Leben“ aus der 4. Sinfonie in Uelzen bei den Holdenstedter Schlosswochen uraufgeführt.